Wechsel von ISDN auf IP leicht gemacht

  • Die Umstellung von ISDN auf IP ist ein aktuelles Thema in vielen Unternehmen
  • Der Aufwand der Umstellung ist von der gegenwärtigen Infrastruktur im Unternehmen abhängig
  • Vorhandene Systeme können umgerüstet oder durch IP-fähige Systeme ersetzt werden
  • Die Umstellung auf IP bringt eine Mehrzahl an Vorteilen, wie Flexibilität und Mobilität, mit sich

 

 

Durch die Abschaltung der ISDN-Netze ist der Wechsel auf All-IP für viele Unternehmen ein großes Thema.
ISDN, also Integrated Services Digital Network, war für lange Zeit das etablierte digitale Kommunikationsnetz in Deutschland. Mittlerweile gilt diese Technik allerdings als veraltet, wobei die Übertragung auf der Basis des Internet Protocols (IP) eine zukunftsweisende Alternative darstellt.

Praktische Tipps zur Umstellung von ISDN auf IP

Der Aufwand, der bei einer Umstellung eines Unternehmens von ISDN auf IP betrieben werden muss, ist abhängig von der gegenwärtigen Infrastruktur. Wie der Wechsel von ISDN auf IP in jedem Unternehmen gelingt und was zu beachten ist, erfahren Sie im folgenden Artikel.

1. Voraussetzungen

Der Wechsel von einem ISDN Anschluss zu einem IP Anschluss bedeutet den Wechsel von einer leitungsvermittelten Übertragung zu einer paketvermittelten Übertragung. Das beeinflusst die Systeme, die gegenwärtig mit dem Anschluss verbunden sind. Meistens können diese angeschlossenen Systeme allerdings unkompliziert auf die IP Übertragung umgerüstet werden.

Telefonanlage

Bei der im Unternehmen vorhandenen Telefonanlage ist zu überprüfen, ob diese die bei der Übertragung über IP verwendeten SIP Protokolle unterstützen und verarbeiten kann.
Viele der neueren ISDN Telefonanlagen sind hybride TK-Anlagen, bei denen ein Anschluss an das IP-Netz möglich ist. Hierbei muss einfach die neue Anschlussart konfiguriert werden. Handelt es sich in Ihrem Unternehmen um eine ISDN Telefonanlage, die nicht hybrid ist, dann kann diese trotzdem durch ein VoIP Gateway mit dem IP Netz verbunden werden.
In den meisten Fällen ist es allerdings empfehlenswert, sich über eine virtuelle Telefonanlage aus der Cloud Gedanken zu machen, da hierbei keine Hardware benötigt wird und damit die Investitionskosten extrem niedrig gehalten werden. Die physische Telefonanlage, die über IP läuft, nennt sich auch On Premise Lösung. Dagegen ist die On Demand Lösung die cloudbasierte Telefonanlage, oder Hosted PBX.

Router

Ein IP-fähiger Router ist ein Router mit integriertem DSL-Modem und integrierter Telefonanlage. Damit läuft die Telefonie dann über das Internet Protocol (IP) und nicht mehr über verschiedene Frequenzen.
Werden analoge Endgeräte weiterhin verwendet, dann können diese direkt mit dem Router verbunden werden, ein Splitter fällt weg.

Endgeräte

Sind Telefone und andere Endgeräte, wie das Faxgerät, im Unternehmen vorhanden, welche nicht IP-fähig sind, dann können diese an den Router angeschlossen werden, wenn dieser dafür die nötigen Anschlüsse besitzt. Ansonsten könnten auch weitere Adapter genutzt werden, die die Endgeräte und den Router verbinden. Alternativ ist die Anschaffung von IP-fähigen Endgeräten eine gute Option. Neben den klassischen Tischtelefonen und DECT-Telefonen kann über IP auch mit Smartphone, Tablet oder Computer telefoniert werden. Zum analogen Faxgerät ist das E-Fax eine Alternative, bei dem das Faxen ganz unkompliziert über den Computer läuft.

Internetanschluss

Der gewohnte Internetanschluss kann in den meisten Fällen weiter verwendet werden. Dabei gilt es zu beachten, dass dieser nicht von der Kündigung des ISDN Anschluss betroffen ist.
Bei der Umstellung auf IP wird die Internetgeschwindigkeit nochmal wichtiger, um VoIP Telefonie ohne Störungen und in höchster Sprachqualität zu garantieren. Eine stabile und ausreichend dimensionierte ADSL-Internetleitung mit 50 Mbit im Down- und 10 Mbit im Up-Stream reicht aus, um 100 Telefongespräche gleichzeitig zu führen. Eine solche Internetleitung ist in den meisten Unternehmen schon Standard, weswegen daraus kein weiterer Aufwand entsteht.

2. Umstellung

Sind die Voraussetzungen zu einer Umstellung von ISDN auf IP abgeklärt, kann man sich mit der eigentlichen Umstellung beschäftigen. Was hierbei zu beachten ist, damit ein reibungsloser Umstieg garantiert ist, erklären wir im Folgenden.

VoIP Anbieter

Der nächste Schritt ist das Suchen eines geeigneten VoIP Anbieters, wobei einige Leistungsmerkmale beachtet werden sollten. Den meisten Kunden ist es wichtig, dass keine Vertragsbindung vorhanden ist, die Rechenzentren ihren Sitz in Deutschland haben, eine hohe Ausfallsicherheit garantiert ist, die Telefonie über Sprachverschlüsselung läuft und ein kundennaher Support bereitsteht. Bei den meisten Cloud Anbietern gibt es die Möglichkeit eine Testversion der Telefonanlage auszuprobieren, um sich so einen Überblick über alle Funktionen zu verschaffen.

Rufnummernportierung

Bei einem Anbieterwechsel ist die Rufnummernportierung ein wichtiger Aspekt, sodass die Rufnummern weiter genutzt werden können und der Wechsel unkompliziert abläuft. Der Ablauf der Rufnummernportierung ist abhängig vom jeweiligen Anbieter, wir bieten diesen kostenfrei an.

Voraussetzungen erfüllen

Je nach der gegebenen Infrastruktur im Unternehmen müssen nun IP-fähige Endgeräte gekauft werden, die Internetleitung ausreichend dimensioniert werden und alle weiteren oben genannten Voraussetzungen erfüllt werden. Bei Problemen oder Fragen können Sie sich immer an den Support ihres ISDN-Anbieters oder Cloud-Anbieters wenden.
Sind alle Voraussetzungen erfüllt und alle Aspekte der neuen Telefonanlage mit dem Cloud-Anbieter abgeklärt, so steht der Umstellung nichts mehr im Wege.

Vorteile von IP

Das Telefonieren über IP bringt eine Vielzahl an Vorteilen mit sich, wobei im Folgenden nur die Wichtigsten genannt werden.
Durch die Internettelefonie erhalten Sie eine Funktionsvielfalt, die standortunabhängig von verschiedenen Endgeräten genutzt werden können. Daraus ergibt sich eine unglaubliche Flexibilität und Mobilität in Ihrem Arbeitsalltag.
Des Weiteren sparen Sie durch die VoIP Telefonanlage erheblich Kosten ein, da Investitionen in Installation, Wartung, Erweiterung oder Reparatur entfallen. Gerade die Entscheidung einer On Demand Lösung, also einer virtuellen Telefonanlage aus der Cloud, an Stelle von einer physisch vorhandenen On Premise Telefonanlage ist eine preiswerte Alternative.
Durch den Standort der Server der Telefonanlage in Hochsicherheits-Rechenzentren mit Sitz in Deutschland und der Einhaltung deutscher Standards wird eine extrem hohe Ausfallsicherheit garantiert.
Auch das Unternehmen erhält eine nie dagewesene Flexibilität, da die Telefonanlage mit Ihnen mitwächst und Sie immer nur das zahlen, was Sie auch nutzen. Benutzer, Rufnummern und Funktionen sind flexibel monatlich hinzu- oder abbuchbar.
Außerdem können durch das intuitiv bedienbare Webinterface alle Funktionen und Optionen individuell an die Bedürfnisse des Unternehmen angepasst werden.

Fazit

Die Umstellung von ISDN auf IP kann zwar ein wenig aufwändig sein, doch im Endeffekt lohnt sich die Ausrichtung auf All-IP für alle.
Unternehmen werden nach der Umstellung sehr schnell die Vorteile zu schätzen wissen und sich durch die Funktionsvielfalt den Arbeitsalltag verschönern.
Bei jeglichen Fragen oder Problemen zur Umstellung steht Ihnen immer der Support ihres jeweiligen Anbieters zur Seite, sodass der Umstieg für Sie so unkompliziert wie möglich abläuft.