Telefonie-Verschlüsselung

In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über die Verschlüsselung der Telefonie bei vio:networks Profi. Wenn Sie detailliert erfahren möchten, wie verschlüsselte Telefonie funktioniert und welche Endgeräte dafür geeignet sind, empfehlen wir unseren weiterführenden Artikel zur Telefonverschlüsselung.

Inhaltsverzeichnis

Verschlüsselung

vio:networks Profi ermöglicht es, sowohl Telefonie-Metadaten als auch die Gesprächsinhalte zu verschlüsseln. Die Absicherung erfolgt dabei vom jeweiligen Endgerät, zum Beispiel einem Tischtelefon, bis zu unseren Servern im Rechenzentrum.

Metadaten

Zu den Metadaten zählen Informationen wie die gewählte Rufnummer, die beteiligten Gesprächspartner sowie Zeitpunkt und Dauer eines Telefonats. Diese Daten werden über SIP (Session Initiation Protocol) übertragen und durch SIP over TLS geschützt.
Bei vio:networks kommt TLS 1.2 mit Cipher Suites der Sicherheitsstufe „hoch“ zum Einsatz. Dadurch bleiben sämtliche Metadaten ausschließlich im Client und in der vio:networks Weboberfläche einsehbar.

Sprache

Der Sprachinhalt stellt den sensibelsten Teil der Telefoniedaten dar, da er nicht nur die beteiligten Personen, sondern auch den Gesprächsinhalt offenlegt. Aus diesem Grund wird die Sprachübertragung bei vio:networks Profi mittels SRTP abgesichert.
Die hierfür notwendigen Parameter werden über das bereits verschlüsselte SIP over TLS ausgehandelt, wodurch eine durchgängige Sicherheitskette entsteht.

Provisionierung

Auch die Provisionierung, also die sichere Übertragung von Konfigurationen auf die Endgeräte, erfolgt verschlüsselt. Hierbei kommen TLS sowie mTLS (mutual TLS) zum Einsatz.
Das Endgerät überprüft dabei die Identität des Servers, während auf unserer Seite zusätzlich sichergestellt wird, dass es sich um einen autorisierten Client handelt, der berechtigt ist, die Konfiguration zu empfangen.

Warum keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?

Im Gegensatz zu geschlossenen Systemen wie beispielsweise Cisco Webex existieren im Telefonnetz zahlreiche Anbieter, Netze und Endgeräte mit sehr unterschiedlichen technischen Voraussetzungen. Diese reichen von modernen Systemen bis hin zu älteren Infrastrukturen. Hinzu kommen nationale und internationale Festnetze, Mobilfunknetze sowie die internen Netze von Anbietern wie vio:networks.
Um weiterhin offen, kompatibel und für alle Marktteilnehmer erreichbar zu bleiben, setzen wir auf den höchstmöglichen Sicherheitsstandard innerhalb unseres eigenen Verantwortungsbereichs.

Eine zentrale Frage lautet: Welche Übertragungswege sind beim Telefonieren aus dem Büro oder Home Office am stärksten gefährdet? Ab den vio:networks Servern und der Übergabe ins Festnetz verlaufen Gespräche über die abgesicherten Netze großer Provider. Kritisch bleiben vor allem die Strecke zwischen den vio:networks Servern und dem Router des Kunden sowie die Kommunikation innerhalb des lokalen Netzwerks bis zum Endgerät.

Datenübertragungen über das öffentliche Internet sollten grundsätzlich verschlüsselt erfolgen, da hier das größte Risiko besteht. Gleichzeitig darf auch die Sicherheit der kundeneigenen Netzwerke nicht vernachlässigt werden. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen verfügen häufig nicht über dauerhaftes IT-Fachpersonal, sodass Fehlkonfigurationen beispielsweise in der Firewall ein Sicherheitsrisiko darstellen können. Gleiches gilt für Arbeitsplätze im Home Office.
Genau diese Übertragungswege – vom Telefon oder Softphone bis zu den vio:networks Servern – sichern Sie mit der Verschlüsselung von vio:networks Profi zuverlässig ab.

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